Maria's biographie


Maria Riccarda Wesseling stammt aus Graubünden (Schweiz) und lebt in Holland.
Ihren internationalen Durchbruch feierte sie 2006 an der Opéra de Paris, wo sie kurzfristig am Premièrenabend für Susan Graham in der Titelpartie von Glucks „Iphigenie en Tauride“ in der Minkowski/Warlikowski-Produktion einsprang. „Une découverte“ titelten „les échos“. Ein Jahr später meinte DeutschlandRadio Kultur anlässlich der Uraufführung von Henzes Oper Phaedra an der Staatsoper Berlin: „Die grandiose Mezzosopranistin Maria Riccarda Wesseling ist eine Idealbesetzung für die rückhaltlos liebende Phaedra“. Diese Partie sang sie auch an der Monnaie in Brüssel und im Barbican Center London. 2oo8 kehrte sie zurück an die Pariser Oper als Glucks „Orpheus“. Diese von Pina Bausch inszenierte und von Thomas Hengelbrock dirigierte Produktion wurde live auf arte übertragen und ist auf DVD erschienen (BelAir). Maria Riccarda Wesseling wird in dieser Spielzeit die Wiederaufnahme der Produktion an der Opéra de Paris und im Lincoln Center New York singen. Die Partie der "Iphigénie" gestaltete sie im Januar 2011 am Teatro Real Madrid erneut, diesmal in der Regie von Robert Carsen.

An der Opéra de Lyon sang sie Hedwig in Offenbachs „Rheinnixen“, la Malaspina in Sciarrinos „Luci mie traditrici“, Bianca in Zemlinskys „Florentinischer Tragödie“, sowie Metella in Offenbachs „la vie parisienne“ in der auf DVD erschienenen Inszenierung von Laurent Pelly (Virgin). An der Nationaloper Helsinki verkörperte sie den „Pèlerin“ in Kaaia Saariahos Oper „l’amour de loin“ (Regie: Peter Sellars), am Grand Théatre de Genève die Giulietta in „Les contes d’ Hoffmann“ in der Regie von Olivier Py (DVD bei BelAir). In Bilbao ersetzte sie Sonia Ganassi in der Titelpartie von Bizets Carmen, an der DNO Amsterdam sang sie den Orlofsky in der Fledermaus, bei der Ruhrtriennale 2009 Claude Viviers „Wo bist du Licht“ und an der Opéra de Bordeaux die Irma in Eötvös’ „le balcon“ sowie die Titelpartie in Offenbachs "belle Hélène". Die "Hermione" in Grétrys wiederentdeckter Oper "Andromaque" sang sie am Théâtre des Champs-Élysées Paris, bei den Schwetzinger Festspielen und am Festival de Radio France (CD bei Glossa), wo sie diesen Sommer als Titelheldin in Catels "Sémiramis" eine weitere Wiederentdeckung aus der Taufe hob. In St.Gallen machte sie Furore als Wozzeck-Marie ("Maria Riccarda Wesseling als Marie ist eine Wucht – leidenschaftlich und glaubwürdig").
Ihre frühere intensive Beschäftigung mit Händel ist auf einer Solo-cd, verschiedenen Gesamteinspielungen und DVDs belegt.

Maria Riccarda Wesseling pflegt ein breites Konzertrepertoire in Sälen wie Gewandhaus Leipzig (Johannespassion unter Riccardo Chailly), Concertgebouw Amsterdam ("Les Nuits d'été" mit dem KCO unter David Zinman, sowie ein inszenierter Liederabend), Tonhalle Zürich (mehrere Konzerte mit dem Tonhalle Orchester, u.a. unter Christopher Hogwood, Vladimir Fedosejev), Kölner Philharmonie (COEurope und MCO unter Peter Eötvös), Essener Philharmonie („Poême de l’amour et de la mer“ unter Minkowski), Bozar Brüssel, Festspielhaus Baden-Baden ua.

Zu den kommenden Aufgaben gehören: Berlioz’ „Marguérite“ am Staatstheater Stuttgart und an der Oper Antwerpen, Glucks "Orpheus" an der Opéra de Paris und in New York, sowie "Ottavia" in "L'incoronatione di Poppea" am Teatro Real Madrid.

Von Maria Riccarda Wesseling liegen diverse Solo-CDs, Opern-CDs und DVDs vor.



 Oktober 2011
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Maria Riccarda Wesseling ist in Graubünden (Schweiz) geboren und liebt Bergseen. Sie studierte bei Hedwig Vonlanthen, Elisabeth Glauser, Margreet Honig und wird zurzeit von Barbara Martig gecoacht.

Zur Premiere von Iphigénie en Tauride an der Opéra National de Paris ersetzte Maria Riccarda Wesseling im Juni 2006 Susan Graham kurzfristig in der Titelrolle in einer Krzysztof Warlikowski/Marc Minkowski Produktion. Presse und Publikum erkennen: “une decouverte” (Les Echos). Die Pariser Nationaloper legte Frau Wesseling noch am Premierenabend für eine weitere Gluckproduktion fest: Titelrolle Orpheus in einer Produktion von Pina Bausch im Februar 2008, inkl. der Wiederaufnahme der Pariser Produktion während des Athens Festivals im antiken griechischen Amphitheater in Epidaurus (Juli 2008). Die Vorstellung des 16. Februar 2008 wurde nicht nur auf Arte übertragen, die berühmte deutsche Choreographin lieβ zum ersten Mal eine live TV-Übertragung zu (DVD Veröffentlichung folgt). Mit ebensogrossem Interesse wurde Maria Riccarda Wesselings Interpretation der Titelrolle Phaedra (Henze) in der Weltpremière an der Staatsoper Berlin in Koproduktion mit dem Théâtre National de la Monnaie im September 2007 verfolgt: "Die grandiose Mezzosopranistin Maria Riccarda Wesseling ist eine Ideal-besetzung." (Deutschlandradio Kultur). Im Januar 2009 debütierte die Künstlerin bei der Oper Bilbao als Sesto in Giulio Cesare, von der spanischen Presse als “triumfadora” gefeiert (Correo Espanol), und ersetzte kurzerhand die erkrankte Sonia Ganassi im Februar 2009, ebenso in Bilbao, in der Titelrolle Carmen.

Neben Gluck (Titelrollen Iphigénie en Tauride, Orpheus (in der Wiener Fassung) aber auch Eurydice (in der Pariser Fassung) führt Maria Riccarda Wesseling vor allem auf: Carmen, Octavian, Idamante in Idomeneo und Sesto in La clemenza di Tito, Cenerentola, Rosina in Il barbiere di Sevilla, Fenena in Nabucco, Berlioz’ Marguerite, Offenbachs Hedwig in Die Rheinnixen (mit Marc Minkowski an der Opéra National de Lyon) und Giulietta in Les Contes d’Hoffmann. Ihre Interpretation von Offenbachs Metella in La Vie Parisienne (Laurent Pelly Produktion) im Dezember 2007 wurde für Virgin Classics auf DVD aufgenommen und im Fernsehen und Radio europaweit ausgestrahlt. Zugleich war Metella Frau Wesselings vierte Hauptrolle an der Opéra National de Lyon in nur zwei Jahren. In 2007 führte sie dort ebenso Zemlinskys Bianca in Eine florentinische Tragödie auf, eine Rolle, die sie drei Wochen nach der Premiere in Lyon an die Oper Frankfurt verschlug und im Oktober desselben Jahres zum Festival de Ópera de Tenerife.

Neben dem Reperoite des späten 18. bis frühen 20. Jahrhunders singt Frau Wesseling Purcells Dido und Händelrollen wie Rodrigo, Rinaldo, Amadigi, Giulio Cesare + Sesto, Dejanira in Hercules und Medea in Teseo (auf DVD bei Arthaus) sowie zeitgenössische Musik wie die dramatische Koloraturpartie Kassandra in Aribert Reimanns Troades, Le Pèlerin in Kaija Saariahos L’amour de loin (Peter Sellars Produktion bei der Finnischen Nationaloper Helsinki), Olga in Peter Eötvös’ Tri Sestri und Duchessa di Malaspina in Sciarrinos Luci mie traditrici.
Im Konzertbereich interpretiert Frau Wesseling Werke wie Berlioz Les Nuits d’été und La mort de Cleopatre, Ravels Shéhérezade, Respighis Il Tramonto, Chaussons Poème de l’amour et de la mer, Wagners Wesendonck-Lieder (auf CD mit Marcus Bosch), Orchesterlieder von Schönberg, von Zemlinsky, Berg, Mahler und Strauss (Solo CD bei Claves), Hartmanns erste Symphonie und eine Vielzahl bekannter Oratorien und besonders gerne Lieder. Im Rahmen eines inszenierten Liederabends präsentierte sie im April 2008 u.a. im Concertgebouw Amsterdam eine Auswahl von Alma Mahlers Kompositionen, dramaturgisch kombiniert mit Liedern von Gustav Mahler und Alexander von Zemlinsky (inkl. live Radiosendung). Ein Programm bestehend aus Liedern von Alma Mahler, Clara Schumann und Lily Boulanger wurde im Mai 2008 für Claves aufgenommen.

Die Mezzosopranistin gastiert am Théâtre des Champs-Élysées Paris , Opéra National de Paris, Opéra National de Lyon, Grand Théâtre de Genève, Théâtre National de la Monnaie Bruxelles, De Nederlandse Opera Amsterdam, Finnische Nationaloper Helsinki, Oper Bilbao, Staatsoper Berlin, Semperoper Dresden, Oper Frankfurt, Philharmonie-Essen, Philharmonie Köln, Tonhalle-Zürich, Palau de la Musica-Barcelona, Concertgebouw Amsterdam, Koncerthuset Kopenhagen, sowie Festivals in u.a. Montpellier (Radio France), Beaune, Bremen, Halle, Schwetzingen und Zürich (Zürcher Festwochen). Sie arbeitet mit Dirigenten wie Marcus Bosch, Riccardo Chailly, Peter Eötvös, Vladimir Fedosejev, Thomas Hengelbrock, Philippe Herreweghe, Christopher Hogwood, Jesus Lopez Cobos, Susanna Mälkki, Marc Minkowski, Jérémy Rhorer, Jean-Christophe Spinozi, Alberto Zedda; und Regisseuren wie Pina Bausch, Peter Mussbach, Laurent Pelly, Peter Sellars und Krzysztof Warlikowski.

Ihre Solo-CDs "Wien 1900", "Händel Heroines" und "Sous l’eau du songe" erschienen bei Claves, bei Naïve/Ambroisie Händels "Amadigi" (Titelrolle) und Rodrigo (Titelrolle). Bei Glossa erschien 2010 die Gesamteinspielung von Grétrys "Andromaque". Auf DVD erhältlich: Medea in "Teseo" bei Arthaus, Metella in "La Vie Parisienne" von Laurent Pelly bei Virgin Classics, "Orpheus" von Pina Bausch und "Les contes d'Hoffmann" von Olivier Py bei BelAir. Bei Coviello erschien die CD Einspielung eines Wagnerprogramms in einer Version für Kammerochester.

2009 sang sie unter anderem den "Sesto" in Händels "Cesare" und die Titelrolle in "Carmen" bei der Oper Bilbao, 3 x Rückert Lieder (Festival Davos, Orchestre de Mulhouse, Orquestra Nacional de Porto), 2 Produktionen mit Jérémy Rhorer (Mozart Requiem beim Athens Festival sowie eine Konzerttournee durch Spanien, Italien und Frankreich), 2 Produktionen beim Festival de Beaune (Sesto in Giulio Cesare sowie ein Mozart-Gluck-Händel-Rezital) und Irma in Eötvös Le Balcon bei der Opéra National de Bordeaux, sowie die "Hermione" in Grétrys Oper "Andromaque" am Théatre des Champs-Élysées und im Palais des Beaux-arts in Bruxelles. 2010 wiederholte sie diese Partie bei den Schwetzinger Festspielen, beim Festival de Radio France und bei den Nürnberger Gluck-Festspielen. Ausserdem entdeckte sie eine neue wichtige Partie: die Marie in Bergs "Wozzeck". Diese wird sie im Herbst 2012 vertiefen. Der Jahreswechsel zu 2011 brachte eine Wiederbegegnung mit Glucks "Iphigénie", sowie die erste Zusammenarbeit mit dem Regisseur Robert Carsen und mit Placido Domingo, der Iphigenie's Bruder verkörperte.

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Maria Riccarda Wesseling
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2009

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Maria Riccarda Wesseling